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Daniel Keil

6. & 7. Mai: Tagung besorgt.konservativ.rechts in Frankfurt

Sonntag 7.5. 13h:  Panel „Völkische Reaktion und ökonomische Krisenlagen“ mit Jonas Fedders/Kevin Culina, Daniel Keil, Julia Bernstein

Frankfurt University of Applied Sciences

Hier gibt es das Tagungsprogramm

Und hier die Ankündigung:

Tagung besorgt.konservativ.rechts.

Interdisziplinäre Auseinandersetzungen mit neueren rechten Hegemoniebestrebungen

Die gegenwärtige gesellschaftliche Situation in Deutschland scheint so bipolar wie seit langem nicht. Während auf der einen Seite für eine offene und diverse Gesellschaft geworben wird, sind auf der anderen Seite im Jahr 2016 ca. 800 Angriffe auf „Migrant_innen“, Demonstrationen gegen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sowie Erfolge rechter Parteien zu verzeichnen. Manche Menschen mögen von der Massivität des Erstarkens reaktionärer Tendenzen überrascht sein, dabei verweist die derzeitige Situation auf Lücken, denen zu wenig Beachtung geschenkt wurde: Während schon der klassische Rechtsextremismus in gesellschaftlichen Debatten bisweilen ein randständiges Thema war, blieben die sogenannte „Neue Rechte“ und neuere rechte Akteur_innen weitgehend unbeachtet. Dabei haben die Akteur_innen der „Neuen Rechten“ in der derzeitigen Situation eine bemerkenswerte Rolle inne. Es gelingt ihnen immer mehr in gesellschaftspolitischen Diskursen mit ihrer Ideologie eine „geistige Meinungsführerschaft“ zu etablieren; sie dringen durch neoliberale Forderungen in Politik, Gesellschaft und die Felder Sozialer Arbeit ein und greifen emanzipatorische Wissenschaft durch menschenfeindliche und populistische Hetze an. Das Nichtbeachten dieser Agitationsformen der Rechten führt zu Lücken in der Analyse und Handlungspraxis, welche wir mit unserer Fachtagung gerne füllen wollen. Die Tagung hat das Ziel, über „Neue Rechte“ zu informieren und den Menschen Gehör zu verschaffen, die von den Aktivitäten der „Neuen Rechten“ betroffen sind, um daraus Handlungsperspektiven für Politik, Zivilgesellschaft und die Soziale Arbeit zu entwickeln sowie Möglichkeiten einer breiteren gesellschaftlichen Widersetzung aufzuzeigen.

Vorträge und Workshops

In Planung sind Vorträge und Workshops zu den Themen: Antifeminismus; Rassismus; Neue Rechte und alte Kontinuitäten am Bsp. Sexualität und Sexualpädagogik; Antisemitismus und Querfront; Juristische Positionen; Soziale Arbeit und Bildungsarbeit; Rassismus gegen Sinti und Roma; Antimuslimischen Rassismus.

Dafür haben unter anderem folgende Referent_innen zugesagt: Andreas Kemper, Elisabeth Tuider, Manuela Bojadzijev, Clemens Reichhold, Ronja Wagner, Cagri Kahveci, Tino Heim, Lee Hielscher, Laura Solmaz Litschel, Stefanie Lohaus, Lucius Teidelbaum, Emy Fem, Zülfukar Çetin, Jonas Fedders, Kevin Culina, Julia Bernstein, Daniel Keil, Max Pichl, Danilo Starosta, Robert Claus, Bernd Grafe-Ulke und Tobias Neuburger, Stefan Paulus.

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13.4. Fachtagung in Dresden

Zwischen „Islamisierung“ und „Genderwahn“ Vielfaltpädagogik in Zeiten völkischer Mobilisierung.

„Die Erweiterung des Resonanzraums. Völkische Motive und ihre Bedeutung
in der Reorganisation des Konservatismus“
In der anhaltenden Krise, die sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise zur
Krise der Europäischen Union weiterentwickelt hat, haben sich völkische
Vorstellungen in der Kriseninterpretation verbreitert. Anhand der zentralen
völkischen Motive lässt sich zudem eine Neuordnung des Konservatismus
nachzeichnen. Im Workshop werden die zentralen völkischen Motive
zusammengefasst und vorgestellt, sowie anhand von Beispielen aufgezeigt,
wie sich mittlerweile Neurechte und konservative Positionen angenähert
haben. Diskutiert werden soll dabei auch, wie diese Entwicklungen theoretisch
einzuordnen sind um mögliche emanzipatorische Gegenstrategien zu
entwickeln.
Referent/Dr. Daniel Keil (Lehrbeauftragter der Frankfurt University of Applied
Sciences, Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit)

Das gesamte Programm ist hier einzusehen (Tagungsflyer)

Neuer Artikel erschienen

Out Now: „Europa, Postnazismus, regressive Kollektivität. Anmerkungen zur gegenwärtigen Situation der Europäischen Union – ein Versuch“, in: Diskus Nr.116, Dez.2016, 34-39

Demnächst online unter: copyriot.com/diskus

Dienstag 10.01.2017 Vortrag Hannover

Rückkehr im neuen Gewand?! Zur Aktualität von Faschismustheorien.
Veranstaltungsreihe Januar/Februar 2017.

„Die Erweiterung des Resonanzraums. Pegida, die Aktualisierung des Völkischen und die Neuordnung des Konservatismus“
Vortrag und Diskussion mit Daniel Keil.

Im Zuge der Krisen in Europa hat sich eine neue Konstellation völkischer Bewegungen herausgebildet, die zunehmend stärker werden. In Deutschland kann dieses Erstarken unter anderem darin beobachtet werden, dass seit den sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“, die eine erste Sammlungsbewegung für völkische Positionen waren, zunehmend regressive Motive Legitimität erlangen. Um dieses Erstarken analytisch fassen zu können, müssen die völkischen Bewegungen als Teil einer Krisenkonstellation begriffen werden. Hierbei ist es zentral, nicht in deterministische Erklärungsmuster zu verfallen, sondern die gegenwärtige Situation aus den widersprüchlichen Prozessen der Krise der Reproduktion der Gesamtformation zu begreifen. Der Vortrag versucht eine Bestimmung dieser Konstellation anhand zentraler völkischer Motive, die insbesondere in der Reorganisation des Konservatismus eine wichtige Rolle spielen. Ziel ist es, einen Begriff dieser gefährlichen Situation zu entwickeln, nicht zuletzt um auch über Gegenstrategien diskutieren zu können.

Eine Veranstaltung der Gruppe Kritik und Subversion Hannover
mit Unterstützung des AStA der Universität Hannover.

Universität Hannover – Hauptgebäude Welfengarten 1 – Raum F128
Beginn 19 Uhr
Eintritt frei

plakat-hannover

Donnerstag 8.12.16 19h: Die politische Krise der Europäischen Union und das Erstarken autoritärer Bewegungen

Vortrag mit Dr. Daniel Keil

Die Euro-Krise hat sich mittlerweile zu einer handfesten Krise der politischen Institutionen ausgeweitet, die sowohl die Ebene der Europäischen Union als auch die der Mitgliedsstaaten betrifft. Das komplexe politische Gefüge ist stark erschüttert, was sich in den Schlagworten Griechenland-Krise, „Flüchtlingskrise“ und Brexit zusammenfasst. Sie ist daher nicht bloß als Verwertungskrise zu betrachten, sondern muss in einem breiteren Kontext gesellschaftlicher Krisenerscheinungen analysiert werden. Zu letzteren gehören auch die erstarkten rechten Bewegungen, die sowohl auf der Straße als auch in den Parlamenten Erfolge erzielen.

Im Vortrag wird der Zusammenhang der Krise der Europäischen Union mit dem Erstarken der rechten Bewegungen anhand des Begriffs der politischen Krise herausgearbeitet, mit dem ein komplexeres Bild möglich ist und vor allem die europäische Dimension der neurechten Bewegungen berücksichtigt. Zudem ermöglicht dies einen Blick auf emanzipatorische Handlungsoptionen in diesem schwierigen Feld.

Hörsaal A, Melanchthonianum, Uni Halle

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/551388041727170/

 

23.11.2016 18h30: Politische Krise und regressive Kollektivität in Europa

Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung des AstA der TU Darmstadt„Krise, Flucht und autoritärer Staat – zu den jüngsten Umwälzungen in Europa“

Raum S1|03/226

Weitere Informationen folgen.

20.10.2016 19h Vortrag in Leipzig

20.10.2016 | 19:00 Uhr | Hörsaal 10, Hörsaalgebäude (HSG) der Uni Leipzig, Universitätsstrasse 3, Leipzig

Daniel Keil

Politische Krise (in) der Europäischen Union und autoritäre Bewegungen

Die Euro-Krise hat sich mittlerweile zu einer handfesten Krise der politischen Institutionen ausgeweitet, die sowohl die Ebene der Europäischen Union als auch die der Mitgliedsstaaten betreffen. Das komplexe politische Gefüge ist stark erschüttert, was sich in den Schlagworten Griechenland-Krise, „Flüchtlingskrise“ und Brexit zusammenfasst. Die Krise ist daher nicht bloß als Verwertungskrise zu betrachten, sondern muss in einem breiteren Kontext gesellschaftlicher Krisenerscheinungen analysiert werden. Zu letzteren gehören auch die erstarkten rechten Bewegungen, die sowohl auf der Straße als auch in den Parlamenten Erfolge erzielen.
Im Vortrag wird der Zusammenhang der Krise der Europäischen Union mit dem Erstarken der rechten Bewegungen anhand des Begriffs der politischen Krise herausgearbeitet, mit dem ein komplexeres Bild möglich ist und vor allem die europäische Dimension der neurechten Bewegungen berücksichtigt. Zudem ermöglicht dies einen Blick auf mögliche emanzipatorische Handlungsoptionen in diesem schwierigen Feld.

Gerade erschienen: Artikel zur Krise der EU

Die politische Krise der EU, Migrationspolitik und das Erstarken der neuen Rechten

von Daniel Keil

Dass die Europäische Union (EU) sich in einer tiefgreifenden Krise befindet, ist keine allzu originelle Feststellung. Ebenfalls offensichtlich ist das Erstarken (neu)rechter Bewegungen und der Zuwachs rassistischer und antisemitischer Gewaltakte. Dass beides miteinander in irgendeiner Form zusammenhängt, zeigte sich unter anderem am britischen Referendum zum Ausstieg aus der EU und dem Zuwachs von 57 Prozent bei sogenannten Hate Crimes nach dem Votum für den Brexit. In Deutschland wurde 2015 ein trauriger Höhepunkt rechter Gewalt vor allem gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte verzeichnet, der 2016 wahrscheinlich nochmal übertroffen wird. Augenscheinlich dabei ist die Verknüpfung von rassistischen Antimigrationsmotiven mit der Ablehnung der EU, welche fast schon die Diskurshoheit über die Frage nach der Verfasstheit der EU gewinnen konnte.
in: SPW, Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft, Nr. 215

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