Eine Buchvorstellung und Podiumsdiskussion zu Rechtsextremismus, Hufeisentheorien und anderen Unnützlichkeiten

in der wunderbaren Karl Marx Buchhandlung

Rechtspopulistische Strömungen finden auf ihrem Feldzug gegen die Demokratie ein mächtiges begriffliches Mittel vor: die Extremismustheorie. Im Sprechen über die Gesellschaft hat sie sich als Hufeisenmodell durchgesetzt: Eine “normale” Mitte der Gesellschaft werde von ihren Rändern bedroht. Islamismus, Rechtsextremismus und Linksextremismus arbeiteten daran, die ansonsten heile Welt der Demokratie zu zerstören.

Doch die Gleichsetzung von Rechtsextremismus und Linksextremismus führt oft dazu, ersteren auf Kosten von letzterem zu verharmlosen. Zudem ist die Konstruktion einer gesellschaftlichen Mitte selbst äußerst problematisch. Was gehört zu dieser Mitte, was nicht? Und wer? Wenn aus der Mitte alles ausgeschlossen bleibt, was nicht dem Bild des alten weißen Staatsmannes entspricht – dann hat die Rechte schon gewonnen.

Wie dieser Zusammenhang funktioniert – und vor allem: was dagegen unternommen werden kann! – diskutieren am 11. Februar ab 20:00 der Mitherausgeber Tom David Uhlig zusammen mit den Autor*innen Katharina Rhein, Saba Nur-Cheema und Daniel Keil bei uns in der Karl-Marx-Buchhandlung!