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Daniel Keil

Kurzinterview in der Frankfurter Rundschau

„Wie nationale Massenzeremonien des 19. Jahrhunderts“

Daniel Keil, Politologe an der Frankfurter Fachhochschule, erklärt im FR-Interview, warum er Fahnenschwenken und Partypatriotismus nicht für harmlos hält.

Weiterlesen (Homepage der FR)

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Buchhinweis

Im August erscheint der Sammelband „Reflexivität und Erkenntnis“ mit einem kleinen Beitrag von mir über Adorno. Weitere Infos im Flyer:

Das Gegenteil von gut – Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968

Tagung der Bildungsstätte Anne Frank Frankfurt

Frankfurt am Main, Freitag 25. und Samstag 26. Mai 2018
Tagungsort Historisches Museum Frankfurt

Einladung zur kritischen Selbstreflexion in Zeiten von zunehmendem Antisemitismus Antisemitismus ist eine Denkform, in welche auch die politische Linke historisch wie aktuell immer wieder zurückzufallen droht. Mit der Tagung soll den Ausdrucksformen und der psychischen Attraktivität von Antisemitismus in der politischen Linken nachgespürt werden. Im Fokus der solidarischen Kritik stehen die historischen Kontinuitäten, die von 1968 über den Häuserkampf und Blockupy bis in die Gegenwart reichen.

Es soll für eine gerechtere Welt gestritten werden, attackiert werden dann aber über Umwege immer wieder Jüdinnen und Juden. Wo es den Einzelnen schwerfällt, die Abstraktheit von Gesellschaft auszuhalten, da bietet sich dem antisemitischen Ressentiment ein Einfallstor. Die politische Linke bildet da keine Ausnahme, wobei ihr die besondere Tragik innewohnt, genau die Begriffe und Theorien bereitgestellt zu haben, Antisemitismus als Ideologie zu entlarven.

Was sind die Ursachen dafür, dass trotzdem auf antisemitische Stereotype und Argumentationsweisen zurückgegriffen wird? Und wie helfen uns kritische Theorien und Begriffe weiter, um linke antisemitismuskritische Perspektiven zu entwickeln und zu stärken?

Vorläufiges Programm

Freitag, 25. Mai

15.30-16.00 Uhr Ankunft

16.00 – 16.15 Uhr Begrüßung und Eröffnung

16.15 – 17.00 Uhr Das Gegenteil von gut -Projektvorstellung und kurzer historischer Rückblick Tom David Uhlig, Katharina Rhein

17.00 – 19.00 Uhr Keynote: Die Linke und der Antisemitismus Volker Beck, Kommentar [N.N.]

19.00 – 20.30 Uhr Pause

20.30 Uhr Humor als Mittel der Selbstkritik Leo Fischer, N.N.

Samstag, 24. Mai

10.00-10.30 Uhr Begrüßung und Einstieg Benedikt Burkard

10.30 – 12.00 Uhr Podiumsdiskussion: Linke politische Sozialisation Micha Brumlik, Elke Wittich, Meron Mendel, Moderation: Esther Schapira

12.00 -13.00 Uhr Mittagspause

13.00 – 16.00 Uhr WORKSHOP-PHASE: Antisemitismus in linken Politikfeldern

1. Vom „Geldsystem“ zur „Zinskritik“ bis zu „Heuschrecken“. Antisemitismus und personalisierende Kapitalismuskritik Daniel Keil

2. „Wie die Wolke das Gewitter“. Antiimperialismus und Antizionismus in der deutschen Linken Tom David Uhlig

3. Antisemitismus und Geschlecht Eva Berendsen & Janos Erkens

4. Antirassismus und Antisemitismus Floris Biskamp & Saba-Nur Cheema

5. Zwischen Aufarbeitung und geschichtslosem Internationalismus. Zum Umgang der deutschen Linken mit der NS-Zeit Katharina Rhein

16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr Podiumsdiskussion: Umgang mit Antisemitismus in der Linken. Probleme – Strategien – Anregungen Jutta Ditfurth, Sabena Donath, N.N., Moderation: Klaus Holz

Politische Krise und regressive Kollektivität in Europa. Vortrag und Diskussion 16.3.2018

Viele Analysen neurechter und völkischer Bewegungen sind fokussiert auf die jeweilige nationale Entwicklung, was sich zunächst auch erklärt aus dem Gegenstand des Nationalismus. Bei einem zweiten Blick allerdings muss die europäische Dimension in doppelter Weise in eine Analyse eingebunden werden. Erstens im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang der Artikulation der globalen Wirtschaftskrise in und durch die Europäische Union und ihre Spezifika, ohne die auch der Zusammenhang der Krise mit dem Erstarken rechter Bewegungen im Dunkeln bleibt. Hierunter zählt auch, dass im Zuge der Krise es zu einer Reorganisation des Konservatismus kommt. Zweitens in einem darin artikulierten rechten Projekt Europa, das tatsächlich eine pan-europäische Dimension hat, die sich wiederum einerseits historisch tradiert – auch im historischen Faschismus und Nationalsozialismus finden sich spezifische pan-europäische Momente – andererseits gerade in der Feindbestimmung die Materialität der EU-Ebene reflektiert. Der Vortrag versucht, diese Dimensionen aus einer Krisenanalyse heraus herauszuarbeiten, um eine erweiterte Perspektive auf gefährliche gesellschaftliche Tendenzen und auf emanzipatorische Handlungsoptionen zu ermöglichen.

Dr. Daniel Keil ist Gesellschaftswissenschaftler, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und ist Mitglied im Arbeitskreis Kritische Europaforschung.

Ort: Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum F212

Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik in Kooperation mit der Antifaschistische Union Dortmund und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

https://www.facebook.com/events/204666853602405/

 

Europa und Nation. Stichworte zu einem komplexen Verhältnis

Neuer Text zum Verhältnis von Nation(alismus) und Europa, bzw. europäischer Identität erschienen. Er ist Teil eines Readers des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V.:

Ansgar Drücker/Sebastian Seng (Hrsg.): Made in Germany. Zur Kritik des Nationalismus, Düsseldorf

Der Reader kann hier runtergeladen werden.

Broschüre zur Kritik der AfD

Hier kann die Broschüre „Beiträge zur Kritik einer rechtsautoritären Bewegung“ mit Texten zur Kritik der AfD runtergeladen werden: BroschüreAfdKritik_Web

Hier das Inhaltsverzeichnis:

Daniel Keil
Die Wiederkehr des Völkischen – die AfD als Teil gesellschaftlicher Regression: Zum Zusammenhang der gegenwärtigen Rechtsentwicklung mit dem deutschen Norma-
lisierungsdiskurs Seite 4
Ivo Eichhorn
Vom Faschismus schweigen? Über Prozesse der Faschisierung mit Ausblicken
auf die AfD und auf Europa Seite 27
Jonas Fedders
Rassismus als wandelbare KonstanteZur Migrationspolitik der AfDSeite 39
Jörn Wiengarn und Jan-Frederic Barth
Die „Familie“ als Keimzelle der Rechten: Zu den familienpolitischen Positionen der AfD
Seite 47
Miriam Appenburg
‚Deutsch-sein‘ – ‚Anders-sein‘ -Eine kritische Analyse zur Konstruktion kulturell dichotomer Gruppen in den Wahlprogrammen der Alternative für Deutschland (AfD) –
Seite 51
Philipp Berg
Die AfD – Eine Männerpartei. Skizze einer sozialpsychologischen und soziologischen Erklärung
Seite 65

Das Kapital als globales Verhältnis – Transnationalisierungsprozesse mit Marx betrachten

Die gegenwärtigen Entwicklungen des globalen Kapitalismus werden gerade in der Krise häufig so interpretiert, dass das Globale gegen den Nationalstaat stünde. Diese Interpretation lässt sich allerdings mit Marx nicht aufrechterhalten. Auch wenn sich das Kapital zu Marx‘ Zeiten noch nicht in diesem Maße als global gezeigt hat, wie es jetzt der Fall ist, so liefert seine Kritik doch ein Instrumentarium, mit dessen Hilfe sich die gegenwärtige Entwicklung einordnen und analysieren lässt.

25.01.18, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr

https://www.lea-bildung.de/seminare/show/g3159-das-kapital-als-globales-verhaeltnis/

 

The Ontological Prison – Kritik der neuen Materialismen

finally my little piece on the critique of new materialisms has been published. i don’t know if that journal will be accessible online (and I don’t have an issue yet), but if I’ll get information I will post it.

http://kontradikce.flu.cas.cz/en/current-issue

 

Fourth Critical European Studies Workshop, Goethe-University Frankfurt, 23-24 June 2017

This is the fourth edition of a successful series of workshops put together by European scholars, students and activists with the support of CPERN and the Arbeitskreis kritische Europaforschung (AkE/AkG).

This year the CES workshop continues to challenge inconsistencies and blind spots that permeate European Studies and push the boundaries of the critical in the analyses of the area’s problematic. The themes discussed will include the political crisis of the EU and authoritarian modes of politics, the uprise of the new right, questions of climate, and problems of resistance and strategy in production and reproduction as well as in politics and on the streets.

The workshop provides a forum for scholars and activists to meet and discuss critical theoretical and empirical perspectives on the configuration of European capitalism, the EU and political resistance. Previous editions were held at the University of Greenwich in London 2017,at the Universitat Pompeu Fabra in Barcelona (2015), and at the Vrije Universiteit Amsterdam (2014).

In order to foster a constructive debate the workshop will avoid the ‘usual’ conference structure with individual paper presentations and foregrounds collective discussions instead. We will proceed on the basis of thematic block sessions, with each tabling a core text that all participants will have read beforehand. Each of the sessions in the workshop starts with a brief introduction, and 6 participants (to be announced) discussing and enhancing the perspectives developed in that session’s core text from the angle of their own research/activism. This is followed by a mumble where all participants share their ideas in small groups, after which the floor is opened for a plenary discussion.

Confirmed Discussants include Sonja Buckel, Daniela Caterina, Ian Bruff, Daniel Mullis, Carina Book, Manuela Boatca, Sigfrido Ramirez, Tamas Gerocs, Stefanie Hürtgen, Daniela Tepe-Belfrage, Andreas Bieler, Nikolai Huke, Thomas Sablowski, Yuliya Yurchenko, Agnes Gagyi, Daniel Keil, Tibor Meszmann, Theodorus Rakopoulos and more to be announced soon.

The workshop is open to all scholars and activists interested in critical perspectives on European issues. It is free of charge but registration is required. See the full programme below.

 

To register, please go to:

 

https://www.eventbrite.de/e/critical-european-studies-workshop-2017-tickets-32912996659

 

Programme

Friday 23th June

12h30-13h: Round of Introduction

13-15h Session 1: Crisis of the state: state of emergency and authoritarian modes of politics in the EU

Coretext: Oberndorfer, Lukas 2015: From new constitutionalism to authoritarian constitutionalism. Economic Governance and the state of European Democracy, in: Jäger, Johannes/Springler, Elisabeth (eds.): Asymmetric Crisis in Europe and Possible Futures. Critical political economy and postKeynesian perspectives, London New York, 186-207

15-15h30 Break

15h30-17h30 Session 2: The uprise of the new right in Europe

Coretext: Kumral, Sefika 2015: Hegemonic transition, war and opportuinities for fascist militarism, in: Saull, Richard et.al. (eds.): The Longue Durée of the Far-Right, London New York, 64-84

17h30-18h Break

18h-20h Shifts in (transnational) fractions of capital and ‘deep state’ (Roundtable-Discussion)

20h: Dinner at own costs

Saturday June 24

10h-12h Session 3: Climate – the invisible obvious: from denying the problem to inadequate solutions based on agnotology

Coretext: Moore, Jason W. 2014. The End of Cheap Nature. Or How I Learned to Stop Worrying about “The” Environment and Love the Crisis of Capitalism, in:

12h-13h Break

13h-15h Session 4: Resistance and strategy 1: in production and reproduction

Coretext: Bruff, Ian/Wöhl, Stefanie 2016: Constitutionalizing Austerity, Disciplining the Household. Masculine Norms of Competitiveness and the Crisis of Social Reproduction in the Eurozone, in: Aida Hozić and Jacqui True (eds) (2016) Scandalous Economics: Gender and the Politics of Financial Crises. Oxford: Oxford University Press, 92-108

15h-15h30 Break

15h30-17h30 Session 5: Resistance and strategy 2: in politics and on the streets

Coretext: Cristina Flesher Fominaya (2017) European anti-austerity and pro-democracy protests in the wake of the global financial crisis, Social Movement Studies, 16:1,1-20

17h30-18h Closing

 

Location:

Goethe-Universität

Max-Horkheimer-Straße 4

Seminarhaus

60323 Frankfurt

 

The CES organizing team (Agnes Gagyi, Christakis Georgiou, Daniel Keil, Tino Petzold, and Yuliya Yurchenko) hopes to see many of you there!

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