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Daniel Keil

DVPW-Kongress 2018

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Europas autoritäre Wende – Veranstaltung in Berlin

Diskussionsveranstaltung zum #GipfelderAbschottung

Diskussionsveranstaltung mit Matthias Monroy & Daniel Keil im Rahmen der Mobilisierung zur Großdemo gegen den EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 20. September in Salzburg.

10.09.2018, 19:30 Uhr, Vierte Welt
Kottbusser Tor im Zentrum Kreuzberg | Galerie | Adalbertstr. | 10999 Berlin |Zugang über die Außentreppe Adalbertstr. 96

Manchmal steht es am Anfang der Analyse und manchmal auch am Ende: Autoritäre Formierung, Faschisierung, Rechtsruck. Viele Begriffe wurden seit dem Aufstieg der Rechten in den letzten Jahren diskutiert, um das zu beschreiben, was geschehen ist in den westlichen Gesellschaften, seit der scheinbar liberale Konsens in der Bundesrepublik und Europa gebrochen worden ist. Die Situation ist nicht nur schlimm, sondern dazu auch noch reichlich kompliziert: Einerseits gibt es ein aufstrebendes rechtes Hegemonieprojekt, das eine völkischen Alternative zum neoliberalen Status quo verspricht. Andererseits erleben wir eine autoritäre Formierung des Neoliberalismus selbst, die sich nichtzuletzt in der fortgesetzten und intensivierten Abschottung Europas gegen Geflüchtete und Migrant*innen ausdrückt, also genau in dem, was die Rechte fordert. Aber wie genau hängt dann beides zusammen?

Im Rahmen der Mobilisierung gegenden „Gipfel der Abschottung und sozialen Kontrolle“ am 20. September in Salzburg wollen wir uns deshalb dieser Frage stellen: WTF ist eine autoritäre Formierung? Welche Folgen hat sie? Und vor allem: Was machen wir dagegen?

Um die politischen Dynamiken mit Schwerpunkt auf dem Thema Migration zu beleuchten, wird Matthias Monroy über die Aufrüstung europäischer Grenzen sowie sicherheits- und migrationspolitische Kooperationen sprechen. Monroy schreibt unter anderem für Netzpolitik.org und ist Redakteur der Zeitschrift Cilip – Bürgerrechte & Polizei.
Daniel Keil wirft derweil olltest einen materialistischen Blick auf die europäische Migrationspolitik und deren Veränderungen im Kontext des Aufstiegs reaktionärer Parteien. Er ist Teil der Forschungsgruppe „Staatsprojekt Europa“ und forscht derzeit zur politischen Krise der EU, (neu)rechten Akteur_innen und völkischem Nationalismus.

Bei der Veranstaltung wird es auch Tickets für den Bus zu den Protesten in Salzburg geben.

https://www.facebook.com/events/262964397665061/

Veranstaltet von TOP B3rlin

Kurzinterview in der Frankfurter Rundschau

„Wie nationale Massenzeremonien des 19. Jahrhunderts“

Daniel Keil, Politologe an der Frankfurter Fachhochschule, erklärt im FR-Interview, warum er Fahnenschwenken und Partypatriotismus nicht für harmlos hält.

Weiterlesen (Homepage der FR)

Buchhinweis

Im August erscheint der Sammelband „Reflexivität und Erkenntnis“ mit einem kleinen Beitrag von mir über Adorno. Weitere Infos im Flyer:

Das Gegenteil von gut – Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968

Tagung der Bildungsstätte Anne Frank Frankfurt

Frankfurt am Main, Freitag 25. und Samstag 26. Mai 2018
Tagungsort Historisches Museum Frankfurt

Einladung zur kritischen Selbstreflexion in Zeiten von zunehmendem Antisemitismus Antisemitismus ist eine Denkform, in welche auch die politische Linke historisch wie aktuell immer wieder zurückzufallen droht. Mit der Tagung soll den Ausdrucksformen und der psychischen Attraktivität von Antisemitismus in der politischen Linken nachgespürt werden. Im Fokus der solidarischen Kritik stehen die historischen Kontinuitäten, die von 1968 über den Häuserkampf und Blockupy bis in die Gegenwart reichen.

Es soll für eine gerechtere Welt gestritten werden, attackiert werden dann aber über Umwege immer wieder Jüdinnen und Juden. Wo es den Einzelnen schwerfällt, die Abstraktheit von Gesellschaft auszuhalten, da bietet sich dem antisemitischen Ressentiment ein Einfallstor. Die politische Linke bildet da keine Ausnahme, wobei ihr die besondere Tragik innewohnt, genau die Begriffe und Theorien bereitgestellt zu haben, Antisemitismus als Ideologie zu entlarven.

Was sind die Ursachen dafür, dass trotzdem auf antisemitische Stereotype und Argumentationsweisen zurückgegriffen wird? Und wie helfen uns kritische Theorien und Begriffe weiter, um linke antisemitismuskritische Perspektiven zu entwickeln und zu stärken?

Vorläufiges Programm

Freitag, 25. Mai

15.30-16.00 Uhr Ankunft

16.00 – 16.15 Uhr Begrüßung und Eröffnung

16.15 – 17.00 Uhr Das Gegenteil von gut -Projektvorstellung und kurzer historischer Rückblick Tom David Uhlig, Katharina Rhein

17.00 – 19.00 Uhr Keynote: Die Linke und der Antisemitismus Volker Beck, Kommentar [N.N.]

19.00 – 20.30 Uhr Pause

20.30 Uhr Humor als Mittel der Selbstkritik Leo Fischer, N.N.

Samstag, 24. Mai

10.00-10.30 Uhr Begrüßung und Einstieg Benedikt Burkard

10.30 – 12.00 Uhr Podiumsdiskussion: Linke politische Sozialisation Micha Brumlik, Elke Wittich, Meron Mendel, Moderation: Esther Schapira

12.00 -13.00 Uhr Mittagspause

13.00 – 16.00 Uhr WORKSHOP-PHASE: Antisemitismus in linken Politikfeldern

1. Vom „Geldsystem“ zur „Zinskritik“ bis zu „Heuschrecken“. Antisemitismus und personalisierende Kapitalismuskritik Daniel Keil

2. „Wie die Wolke das Gewitter“. Antiimperialismus und Antizionismus in der deutschen Linken Tom David Uhlig

3. Antisemitismus und Geschlecht Eva Berendsen & Janos Erkens

4. Antirassismus und Antisemitismus Floris Biskamp & Saba-Nur Cheema

5. Zwischen Aufarbeitung und geschichtslosem Internationalismus. Zum Umgang der deutschen Linken mit der NS-Zeit Katharina Rhein

16.00 – 16.30 Uhr Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr Podiumsdiskussion: Umgang mit Antisemitismus in der Linken. Probleme – Strategien – Anregungen Jutta Ditfurth, Sabena Donath, N.N., Moderation: Klaus Holz

Politische Krise und regressive Kollektivität in Europa. Vortrag und Diskussion 16.3.2018

Viele Analysen neurechter und völkischer Bewegungen sind fokussiert auf die jeweilige nationale Entwicklung, was sich zunächst auch erklärt aus dem Gegenstand des Nationalismus. Bei einem zweiten Blick allerdings muss die europäische Dimension in doppelter Weise in eine Analyse eingebunden werden. Erstens im größeren gesellschaftlichen Zusammenhang der Artikulation der globalen Wirtschaftskrise in und durch die Europäische Union und ihre Spezifika, ohne die auch der Zusammenhang der Krise mit dem Erstarken rechter Bewegungen im Dunkeln bleibt. Hierunter zählt auch, dass im Zuge der Krise es zu einer Reorganisation des Konservatismus kommt. Zweitens in einem darin artikulierten rechten Projekt Europa, das tatsächlich eine pan-europäische Dimension hat, die sich wiederum einerseits historisch tradiert – auch im historischen Faschismus und Nationalsozialismus finden sich spezifische pan-europäische Momente – andererseits gerade in der Feindbestimmung die Materialität der EU-Ebene reflektiert. Der Vortrag versucht, diese Dimensionen aus einer Krisenanalyse heraus herauszuarbeiten, um eine erweiterte Perspektive auf gefährliche gesellschaftliche Tendenzen und auf emanzipatorische Handlungsoptionen zu ermöglichen.

Dr. Daniel Keil ist Gesellschaftswissenschaftler, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und ist Mitglied im Arbeitskreis Kritische Europaforschung.

Ort: Fachhochschule Dortmund, Sonnenstraße 96 | Raum F212

Die Veranstaltung wird organisiert von der Initiative für Gesellschaftskritik in Kooperation mit der Antifaschistische Union Dortmund und findet mit freundlicher Unterstützung des AStA FH Dortmund statt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

https://www.facebook.com/events/204666853602405/

 

Europa und Nation. Stichworte zu einem komplexen Verhältnis

Neuer Text zum Verhältnis von Nation(alismus) und Europa, bzw. europäischer Identität erschienen. Er ist Teil eines Readers des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V.:

Ansgar Drücker/Sebastian Seng (Hrsg.): Made in Germany. Zur Kritik des Nationalismus, Düsseldorf

Der Reader kann hier runtergeladen werden.

Broschüre zur Kritik der AfD

Hier kann die Broschüre „Beiträge zur Kritik einer rechtsautoritären Bewegung“ mit Texten zur Kritik der AfD runtergeladen werden: BroschüreAfdKritik_Web

Hier das Inhaltsverzeichnis:

Daniel Keil
Die Wiederkehr des Völkischen – die AfD als Teil gesellschaftlicher Regression: Zum Zusammenhang der gegenwärtigen Rechtsentwicklung mit dem deutschen Norma-
lisierungsdiskurs Seite 4
Ivo Eichhorn
Vom Faschismus schweigen? Über Prozesse der Faschisierung mit Ausblicken
auf die AfD und auf Europa Seite 27
Jonas Fedders
Rassismus als wandelbare KonstanteZur Migrationspolitik der AfDSeite 39
Jörn Wiengarn und Jan-Frederic Barth
Die „Familie“ als Keimzelle der Rechten: Zu den familienpolitischen Positionen der AfD
Seite 47
Miriam Appenburg
‚Deutsch-sein‘ – ‚Anders-sein‘ -Eine kritische Analyse zur Konstruktion kulturell dichotomer Gruppen in den Wahlprogrammen der Alternative für Deutschland (AfD) –
Seite 51
Philipp Berg
Die AfD – Eine Männerpartei. Skizze einer sozialpsychologischen und soziologischen Erklärung
Seite 65

Das Kapital als globales Verhältnis – Transnationalisierungsprozesse mit Marx betrachten

Die gegenwärtigen Entwicklungen des globalen Kapitalismus werden gerade in der Krise häufig so interpretiert, dass das Globale gegen den Nationalstaat stünde. Diese Interpretation lässt sich allerdings mit Marx nicht aufrechterhalten. Auch wenn sich das Kapital zu Marx‘ Zeiten noch nicht in diesem Maße als global gezeigt hat, wie es jetzt der Fall ist, so liefert seine Kritik doch ein Instrumentarium, mit dessen Hilfe sich die gegenwärtige Entwicklung einordnen und analysieren lässt.

25.01.18, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr

https://www.lea-bildung.de/seminare/show/g3159-das-kapital-als-globales-verhaeltnis/

 

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